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Was ist eine Berufsallergie?

Bei verschiedenen beruflichen Tätigkeiten werden respiratorische Allergene eingeatmet. Dies sind feinste Stäube oder unsichtbare Tröpfchen, die beim Einatmen in die Atemwege gelangen können. Für die meisten Menschen ist dies unproblematisch. Liegt aber eine Allergie gegen einen der Stoffe vor, so löst dieser Stoff ein Bronchial-Asthma und/oder einen allergischen Schnupfen aus. Im Auge können diese Teilchen eine Bindehaut-Entzündung hervorrufen.

 

Bei anderen beruflichen Tätigkeiten kann der Hautkontakt mit Arbeits­substanzen zu einer Entzündung der Haut, einem Kontaktekzem (Kontaktdermatitis) führen.

 

Auch der ständige Kontakt mit hautirritativen Substanzen (z.B. Löse- und Reinigungsmittel) führt zu Ekzemen, dem sogenannten kumulativ-toxischen Ekzem.

 

Wann liegt eine beruflich bedingte Hauterkrankung vor?

Das Gesetz sagt folgendes dazu: Schwere und/oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wieder­aufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können.

Da dieser Gesetzestext sicherlich schwer zu verstehen ist, möchten wir Ihnen im Folgenden einige Erläuterungen dazu geben.

 

Als Berufskrankheiten werden nur Erkrankungen anerkannt, die vom Gesetzgeber in bestimmte Verzeichnisse aufgenommen wurden. Bei Hautkrankheiten ist dies die BK 5101. Die wichtigsten beruflich bedingten Hautkrankheiten sind das kontaktallergische Ekzem und das kumulativ-toxische Ekzem, die weiter oben beschrieben wurden.

 

Liegt bei Ihnen der Verdacht auf eine beruflich bedingte Hautkrankheit oder einer hautgefährdenden Tätigkeit vor, so muß Ihr behandelnder Arzt dies der zuständigen Berufsgenossenschaft (BG) melden, um eine Verschlim­merung oder Entstehung einer Berufskrankheit zu verhindern.

 

Es gibt eine ganze Reihe gewerblicher und landwirtschaftlicher Berufs­genossenschaften. Bei welcher Ihr Arbeitgeber Mitglied ist, weiß Ihr Betriebsrat oder Arbeitgeber. Die Berufsgenossenschaften sind zuständig für Arbeits- und Wegeunfälle und für Berufskrankheiten.

 

Wenn die BG aufgrund einer ärztlichen Meldung eine gesundheits­gefährdende Situation am Arbeitsplatz anerkennt, übernimmt sie die dadurch entstehenden Kosten, wie z.B. Arztkosten, Hautschutz am Arbeits­platz und gegebenenfalls eine Umschulung. Vor Umschulungen oder Rentenzahlungen verlangt die zuständige BG im Normalfall erst ein dermatologisches Gutachten, bevor sie Ihnen eine Kostenzusage gibt oder Ihnen eine Rente zahlt.

Was die Vital Klinik dazu anbietet

Neben der hautärztlichen Behandlung sind wir Ihnen bei der Feststellung, ob bei Ihnen überhaupt eine Berufskrankheit besteht oder Sie gefährdet sind eine zu entwickeln und bei den notwendigen Meldungen an die zuständigen Behörden, gerne behilflich. Dazu führen wir auch die erforderliche Allergiediagnostik durch.

 

Für genauso wichtig halten wir es, eine Hautkrankheit bei Ihnen erst gar nicht entstehen zu lassen. Deshalb beraten wir Sie auch gerne, wie Sie durch geeignete Hautschutz­maß­nahmen eine solche verhindern können. Leider können wir Ihnen vor einer Berufsaufnahme nicht vorhersagen, ob Sie in Zukunft eine Berufskrankheit erleiden werden. Liegt bei Ihnen aber schon eine Hautkrankheit wie z.B. Neurodermitis und damit eine höhere Hautempfindlichkeit und Allergieneigung vor, so bieten wir Ihnen eine ausführliche Berufsberatung an.

 

Unser langjährig erfahrenes Team aus Hautärzten und Allergologen wird unterstützt durch unser hauseigenes Labor. Hier werden alle modernen Möglichkeiten der Allergie­diagnostik durchgeführt. Die Ergebnisse sind Grundlage der Diagnosestellung, der Therapie und der Arbeitsschutz­empfehlungen. Nach gründlicher Beratung werden aber auch innerbetriebliche Umsetzungen oder Änderungen am Arbeitsplatz geklärt.

 

Wir führen im Auftrag der Berufsgenossenschaften dermatologische Begutachtungen durch. Sie haben bei Ihrer BG häufig die Möglichkeit, einen Gutachter Ihrer Wahl zu benennen.