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Allergien und Unverträglichkeiten

Allergische Reaktionen sind vielfältig. Man unterscheidet zwischen unterschiedlichen Allergietypen. Nach einem ersten Kontakt mit dem Allergen, das von bestimmten Abwehrzellen als Fremdkörper erkannt wird, werden im Immunsystem Antikörper gebildet und als Information gespeichert. Diese Sensibilisierungsphase kann Tage oder Jahre dauern. Bei einem erneuten Kontakt erkennt der Körper das Allergen sofort und es kommt zur allergischen Reaktion. Häufig treten allergische Erkrankungen familiär gehäuft auf. Hat ein Elternteil Allergien, besteht für das Kind ein Risiko von ca. 35% eine Allergie zu entwickeln. Allergien werden mit Hilfe von Blut- und Hauttests nachgewiesen.

Behandlung von Nahrungsmittelallergien | Intoleranzen

 

Nahrungsmittelallergie

Die Nahrungsmittelallergie ist Abwehrreaktion des Immunsystems gegen eigentlich harmlose Nahrungsbestandteile: Antikörper (IgE) werden gebildet und sind im Allergietest nachweisbar. Häufige Allergieauslöser im Säuglingsalter und Kindesalter sind Grundnahrungsmittel wie Kuhmilch, Hühnerei oder Weizen. Bei Jugendlichen und Erwachsenen stehen Allergien gegen Pollen im Vordergrund, die mit einer Unverträglichkeit von roher Obst- und Gemüsesorten einhergehen können („pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie" oder „Kreuzallergie").

 

Nahrungsmittelintoleranz

Anders als die Allergie ist die Intolerenz keine immunologische Reaktion, es findet also keine Antikörperbildung statt. Beispiele sind Unverträglichkeiten von Milchzucker, Fruchtzucker oder Histamin sowie sog. „Pseudoallergien". Anders als bei Allergien, sind Beschwerden bei einer Intoleranz dosisabhängig: Sie treten erst ab einer größeren Verzehrmenge auf. Da keine Antikörper gebildet werden, sind Allergietest für die Diagnostik nicht hilfreich.


1. Diagnostik

  • Anamnese
  • Körperliche Untersuchung
  • Ausführliches Labor
  • Gesamt-IgE, RAST
  • Hauttests (Scratch-, Prick-, Epicutantests)
  • H2-Atemtest
     

2. Ernährungsberatung

  • Diagnostische Diät: Zunächst werden verdächtige Lebensmittel gemieden (Eliminationsphase), anschließend folgen Verträglichkeitstests (Kostaufbau, orale Provokationen, ggf. doppelblind und placebokontrolliert)
  • Aufbauend auf die Ergebnisse der Diagnostik erarbeiten wir gemeinsam eine  individuell maßgeschneiderte Ernährung.
     

3. Psychologische Betreuung

  • Einzelgespräche
  • Gruppengespräche
  • Entspannungstechniken
     

4. Patientenschulungen

  • Infoveranstaltungen und Vorträge
  • Neurodermitisschulungen nach AGNES

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